1X stellt KI-Modell vor, um das Lernen von Robotern aus realen Daten zu beschleunigen

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1X, das Robotikunternehmen hinter dem humanoiden Roboter Neo, hat ein neues KI-Modell veröffentlicht, das es Robotern ermöglichen soll, aus visuellen und textlichen Informationen zu lernen und so die Lücke zwischen digitalem Wissen und physischer Aktion zu schließen. Das „1X World Model“ ermöglicht es Neo-Robotern, neue Fähigkeiten zu erwerben, indem sie reale Videos zusammen mit Benutzereingaben verarbeiten, was möglicherweise die Entwicklung immer anpassungsfähigerer Roboter beschleunigt.

Die Kerninnovation: Lernen aus Beobachtung

Im Gegensatz zur herkömmlichen Robotikprogrammierung, die für jede Aufgabe explizite Anweisungen erfordert, können Neo-Roboter mit dem 1X-Weltmodell Aktionen aus der Beobachtung von Videomaterial gepaart mit Textbefehlen ableiten. Das bedeutet, dass ein Neo-Roboter nicht für jedes mögliche Szenario vorprogrammiert ist, sondern theoretisch eine neue Fähigkeit erlernen könnte, indem er sich einfach eine Demonstration ansieht und eine entsprechende Aufforderung erhält.

Es ist jedoch wichtig klarzustellen, dass dies nicht bedeutet, dass man sofort meistert. 1X hat bestätigt, dass der Prozess nicht unmittelbar erfolgt: Roboter schauen sich nicht einfach ein Video an und führen eine komplexe Aufgabe (wie das Autofahren) fehlerfrei aus. Stattdessen werden aufgenommene Videos und Eingabeaufforderungen zurück in das Modell eingespeist, wodurch das kollektive Verständnis im gesamten Neo-Roboternetzwerk verbessert wird.

Implikationen für die Verbraucherrobotik

Diese Veröffentlichung fällt mit den Vorbereitungen von 1X für den Versand von Neo-Humanoiden an Verbraucher zusammen. Die Vorbestellungen wurden im Oktober eröffnet, und obwohl die genauen Zahlen noch nicht bekannt gegeben wurden, behauptet das Unternehmen, dass die Nachfrage die Erwartungen übertroffen habe. Das Weltmodell soll Neo vielseitiger und benutzerfreundlicher für den Heimgebrauch machen, sodass sich der Roboter ohne ständige Neuprogrammierung an neue Aufgaben anpassen kann.

Das Modell bietet auch Einblicke in den Entscheidungsprozess des Roboters: Benutzer können beobachten, wie Neo bestimmte Eingabeaufforderungen interpretiert und sich darauf vorbereitet, darauf zu reagieren. Diese Daten sind von entscheidender Bedeutung für die Weiterentwicklung der KI, um schließlich Roboter zu entwickeln, die intelligent auf neuartige Befehle reagieren können.

Das große Ganze: Auf dem Weg zu selbstlernenden Robotern

Bernt Børnich, CEO von 1X, erklärt, dass dies „der Ausgangspunkt für Neos Fähigkeit ist, sich selbst beizubringen, fast alles zu meistern, was man sich nur vorstellen kann.“ Obwohl dies ein ehrgeiziger Anspruch ist, stellt der Ansatz des Unternehmens einen bedeutenden Schritt in Richtung autonomerer und anpassungsfähigerer Robotik dar.

Die wahre Bedeutung liegt hier nicht nur darin, dass ein Roboter einen neuen Trick lernt; Es geht um das Potenzial von Robotern, Wissen über ein Netzwerk auszutauschen, die Entwicklung zu beschleunigen und den Bedarf an menschlichem Eingreifen zu verringern.

Diese Technologie wirft umfassendere Fragen zur Zukunft der Robotik sowie zum Potenzial für KI-gesteuerte Maschinen auf, sich selbstständig Fähigkeiten anzueignen. Der Schwerpunkt verlagert sich von der expliziten Programmierung hin zum Lernen aus Beobachtung, was die Entwicklung humanoider Roboter dramatisch beschleunigen könnte.

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