Amazon hat die größte Entlassung in seiner Geschichte angekündigt und 14.000 Stellen gestrichen, da das Unternehmen aggressiv auf künstliche Intelligenz (KI) umsteigt und versucht, die Betriebskosten zu senken. Der Schritt erfolgt kurz nachdem Berichten zufolge das Unternehmen beabsichtigt, bis zu 75 % seiner Belegschaft zu automatisieren, was einen deutlichen Wandel in seiner Arbeitsstrategie signalisiert.
Der Drang nach Effizienz und KI-Integration
Die Entlassungen erstrecken sich über mehrere Abteilungen, darunter Geräte, Werbung, Prime Video, HR und Amazon Web Services, wobei Berichten zufolge auch Twitch betroffen ist. Laut Amazon sind die Kürzungen Teil einer umfassenderen Anstrengung, den Betrieb zu rationalisieren und die KI-Entwicklung zu beschleunigen. Beth Galetti, Senior VP of People Experience and Technology, erklärte, dass das Unternehmen „weniger Schichten und mehr Eigenverantwortung“ benötige, um schneller auf dem Markt agieren zu können.
Während Amazon behauptet, dass KI nicht der Hauptgrund für die meisten Stellenstreichungen ist, stimmt der Zeitpunkt mit einem breiteren Trend bei Technologiegiganten – darunter Microsoft, Salesforce und Accenture – überein, stark in KI und Automatisierung zu investieren. Der CEO des Unternehmens, Andy Jassy, hat die Bedeutung von KI-Agenten und generativer KI betont und erklärt, dass Amazon „über 1.000 generative KI-Dienste und -Anwendungen in der Entwicklung“ hat.
Markttrends und finanzielle Auswirkungen
Der globale KI-Infrastrukturmarkt wird voraussichtlich exponentiell wachsen, von 26,18 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 221,40 Milliarden US-Dollar im Jahr 2034, angetrieben durch den Bedarf an riesigen Rechenzentren und fortschrittlicher Rechenleistung. Amazon, das bereits über 1 Million Roboter in seinem Liefernetzwerk einsetzt, kann durch Automatisierung jährlich schätzungsweise 4 Milliarden US-Dollar einsparen.
Die Umstrukturierung spiegelt breiteren wirtschaftlichen Druck und regulatorische Unsicherheiten wider. Der Tech-Analyst Paolo Pescatore weist darauf hin, dass Entlassungen zyklisch sind und eine Gelegenheit bieten, den Betrieb vor der nächsten Welle des KI-gesteuerten Wettbewerbs zu rationalisieren. Auch Ängste vor Zöllen und regulatorischen Hürden in den USA und Europa tragen zu den Sparmaßnahmen bei.
Personalkosten und Unternehmensstrategie
Der Stellenabbau hat Kritik hervorgerufen, wobei die ehemalige Amazon-Mitarbeiterin Kristi Coulter die abrupte Natur der Entlassungen hervorhob – einige Mitarbeiter erhielten um 3 Uhr morgens Kündigungsmitteilungen per SMS. Der Schritt unterstreicht die Spannung zwischen Unternehmenseffizienz und den Auswirkungen auf Mitarbeiter, die umgezogen sind und sich an die jüngsten Rückkehrmandate ins Büro angepasst haben.
Die Strategie von Amazon ist klar: Bürokratie abbauen, Eigentum erhöhen und aggressiv in KI investieren, um einen Wettbewerbsvorteil zu wahren. Die Entlassungen sind eine direkte Folge dieses Ansatzes und signalisieren eine Zukunft, in der Automatisierung und KI eine zunehmend dominierende Rolle im Geschäftsbetrieb des Unternehmens spielen werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die jüngsten Entlassungen von Amazon ein strategischer Schritt zur Beschleunigung der KI-Integration und zur Rationalisierung von Abläufen sind und einen breiteren Branchentrend zur Automatisierung und Kostensenkung widerspiegeln, trotz der unmittelbaren Auswirkungen auf Tausende von Mitarbeitern.





















