Anthropic lehnt die Forderungen des Pentagons nach uneingeschränktem KI-Zugang ab

2

Die Verhandlungen zwischen dem Pentagon und Anthropic, einem führenden Startup für künstliche Intelligenz, sind ins Stocken geraten. Anthropic weigert sich, dem Militär uneingeschränkten Zugang zu seinem fortschrittlichen KI-System zu gewähren, selbst nachdem das Pentagon Zusicherungen hinsichtlich der inländischen Überwachung und des Einsatzes autonomer Waffen gegeben hat.

Der Kernstreit

Im Mittelpunkt des Konflikts steht ein potenzieller 200-Millionen-Dollar-Vertrag zur Integration der KI von Anthropic in geheime Verteidigungssysteme. Das Pentagon besteht auf einem breiten Zugang, während Anthropic Schutzmaßnahmen fordert, um den Missbrauch seiner Technologie zu verhindern. Das Unternehmen befürchtet, dass seine KI für unethische oder gefährliche Anwendungen missbraucht werden könnte, wenn sie nicht kontrolliert wird.

Die Zugeständnisse des Pentagons und die Reaktion von Anthropic

Um Anthropic zu beeinflussen, versprach das Pentagon, die KI nicht zur Massenüberwachung amerikanischer Bürger oder für völlig autonome Drohnenangriffe einzusetzen. Anthropic hielt diese Zugeständnisse jedoch für unzureichend und signalisierte damit, dass seine Bedenken über diese spezifischen Szenarien hinausgehen. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass jeder ungehinderte Zugriff ungeachtet der erklärten Absichten mit Risiken verbunden ist.

Auferlegte Frist

Der Streit entfaltet sich unter einer engen Frist, die von der Trump-Administration gesetzt wurde: 17:01 Uhr. Freitag. Wenn Anthropic dem nicht nachkommt, könnten die Vertragsverhandlungen scheitern und möglicherweise die Bemühungen des Pentagons, modernste KI in seine Operationen zu integrieren, verzögern.

Warum das wichtig ist

Diese Pattsituation verdeutlicht die wachsende Spannung zwischen kommerziellen KI-Entwicklern und staatlichen Stellen, die militärische Anwendungen anstreben. Der Widerstand von Anthropic signalisiert eine breitere Besorgnis der Branche: KI-Unternehmen haben Bedenken, die Kontrolle über Technologien mit weitreichenden ethischen Auswirkungen abzugeben. Die Forderung des Pentagons nach uneingeschränktem Zugang könnte einen Präzedenzfall schaffen, der andere KI-Firmen dazu ermutigt, der Sicherheit Vorrang vor Militärverträgen zu geben.

Die Situation unterstreicht eine entscheidende Frage: Wie kann KI in die nationale Sicherheit integriert werden, ohne ethische Grenzen und bürgerliche Freiheiten zu gefährden? Mit zunehmender Macht der KI werden sich diese Dilemmata nur noch verschärfen.

Die feste Haltung von Anthropic ist eine klare Botschaft: KI-Unternehmen werden nicht passiv die unkontrollierte militärische Ausweitung ihrer Technologie ermöglichen. Der Ausgang dieses Streits wird wahrscheinlich die künftigen Verhandlungen zwischen dem Verteidigungssektor und der sich schnell entwickelnden KI-Industrie prägen.

Попередня статтяUAE startet ersten regionalen Cloud-Dienst für Quantencomputing