Laut der 29. globalen CEO-Umfrage von PwC sind CEOs aus dem Nahen Osten schneller Vorreiter bei der Integration künstlicher Intelligenz (KI) in ihre Unternehmen als ihre globalen Kollegen. 82 % der Unternehmensleiter im Nahen Osten geben an, dass ihre Organisationskultur die Einführung von KI aktiv fördert, wobei 70 % klare Roadmaps für die KI-Implementierung erstellt haben. Dies steht in krassem Gegensatz zu den weltweiten Durchschnittswerten und weist auf einen einzigartig proaktiven Ansatz zur KI-Integration in der Region hin.
Starke Akzeptanz in kundenorientierten Rollen
Die Umfrage zeigt, dass KI am effektivsten in Bereichen eingesetzt wird, die sich direkt auf Umsatz und Kundenerlebnis auswirken. Fast 40 % der CEOs im Nahen Osten haben bereits KI in den Bereichen Nachfragegenerierung, Kundenservice und Support implementiert, was weit über dem globalen Maßstab liegt. Darüber hinaus haben über ein Drittel KI direkt in ihre Kernprodukt- oder Serviceangebote integriert, eine Zahl, die deutlich über den weltweit beobachteten weniger als 20 % liegt.
Dieser Trend spiegelt eine pragmatische Strategie wider: KI-Tools erweisen sich dort als am wertvollsten, wo Daten reichlich vorhanden sind, Anwendungsfälle klar sind und die Kapitalrendite schnell erfolgt. Konkret berichten 39 % der CEOs im Nahen Osten und 43 % der Führungskräfte des Golf-Kooperationsrates (GCC) von einem umfangreichen KI-Einsatz in Vertrieb, Marketing und Kundenservice, verglichen mit nur 22 % weltweit.
Regionales Vertrauen und Investitionen
Die Führung der Region drückt auch ihr starkes Vertrauen in das künftige Wirtschaftswachstum aus. 88 % der CEOs im Nahen Osten gehen von einer wirtschaftlichen Stärkung aus, in den GCC-Ländern sind es sogar 93 %. Dieser Optimismus treibt Investitionen an: Fast drei Viertel der geplanten Auslandsinvestitionen von Unternehmen aus dem Nahen Osten werden in der Region bleiben.
Unternehmen im Nahen Osten haben bereits eine starke finanzielle Leistung gezeigt und ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 12 % gemeldet, was den weltweiten Durchschnitt von 8 % übersteigt. 79 % der CEOs planen eine große Akquisition in den nächsten drei Jahren, mit einem klaren Fokus auf die Erweiterung der Kapazitäten und die Erschließung neuer Märkte.
Der Datenzugriff bleibt eine zentrale Herausforderung
Trotz der schnellen Einführung bleibt ein erheblicher Engpass bestehen: Nur 29 % der CEOs im Nahen Osten glauben, dass ihre KI-Tools vollständigen Zugriff auf die erforderlichen Daten haben. Datensilos, veraltete Legacy-Systeme und Governance-Einschränkungen behindern weiterhin das volle Potenzial der KI. Diese Einschränkung gilt nicht nur für die Region, da der globale Durchschnitt mit 22 % etwas niedriger liegt, bleibt aber ein kritischer Bereich für Verbesserungen.
Bereitschaft der Belegschaft und Verfügbarkeit von Talenten
Auch der Nahe Osten zeigt großes Vertrauen in seine Fähigkeit, qualifizierte KI-Talente anzuziehen: 59 % der CEOs geben an, Zugang zu hochwertigem technischem Fachwissen zu haben. Dies versetzt die Region in die Lage, von der wachsenden Nachfrage nach KI-Fachkräften zu profitieren, da nationale Strategien dem KI-gesteuerten Wirtschaftswachstum Priorität einräumen.
Der Nahe Osten führt KI nicht einfach nur ein, sondern integriert sie in einem beispiellosen Tempo strategisch in den Geschäftsbetrieb. Die zukunftsorientierte Führung der Region und das starke wirtschaftliche Vertrauen treiben diesen raschen Wandel voran.
Die Ergebnisse bauen auf früheren PwC-Umfragen auf, die im Jahr 2025 zeigten, dass 93 % der GCC-CEOs eine vollständige KI-Integration innerhalb von drei Jahren prognostizierten. Diese neuesten Daten bestätigen, dass diese Vorhersagen wahr werden: Fast 40 % setzen KI inzwischen in großem Umfang in wichtigen umsatzgenerierenden Bereichen ein.
