Am Montag, dem 2. März 2026, kam es beim KI-Chatbot Claude von Anthropic zu einem großflächigen Ausfall, der den Zugang der Verbraucher zum Dienst beeinträchtigte. Das Unternehmen räumte „erhebliche Fehler“ ein, die den Chatbot selbst, das große Sprachmodell Claude Opus 4.6, die Entwicklerplattform Claude Console und Claude Code, seinen KI-Codierungsassistenten, betreffen.
Ausfalldetails und Wiederherstellung
Die Probleme begannen gegen 11:49 Uhr GMT (6:49 Uhr ET), wobei Anthropic zunächst über seine Statusseite eine laufende Untersuchung meldete. Spätere Updates bestätigten Anmelde-/Abmeldeprobleme und Fehler bei bestimmten API-Methoden. Laut Downdetector meldeten über 2.000 Benutzer Probleme, bevor der Dienst wiederhergestellt wurde.
Anthropic hat inzwischen bestätigt, dass Claude wieder voll einsatzfähig ist. In einer Erklärung gegenüber Mashable erklärte das Unternehmen: „Claude ist wieder bei claude.ai und unseren Apps im Einsatz. Wir sind unseren Benutzern dankbar, während das Team daran arbeitet, die unglaubliche Nachfrage zu decken, die wir in den letzten Tagen nach Claude gesehen haben.“ Die API, die Unternehmen antreibt, war während des Ausfalls nicht betroffen.
Kontext: Jüngstes Wachstum und Regierungsverträge
Der Ausfall ereignete sich kurz nachdem Claude ChatGPT von OpenAI als am häufigsten heruntergeladene kostenlose App im US-amerikanischen App Store überholt hatte, was einem Anstieg der kostenlosen Nutzer um 60 % seit Januar entspricht. Nur wenige Stunden vor dem Ausfall kündigte der ehemalige Präsident Donald Trump jedoch an, dass die US-Regierung keine Anthropic-Technologie mehr einsetzen werde, darunter auch Claude. Anschließend schloss OpenAI einen Vertrag mit dem US-Kriegsministerium über die Bereitstellung von KI-Technologie für militärische Anwendungen in geheimen Umgebungen ab.
Diese Verschiebung bei Regierungsaufträgen wirft Fragen über die Zukunft des KI-Einsatzes in der Verteidigung und die umfassenderen Auswirkungen auf den Zugang des öffentlichen und privaten Sektors zu diesen Technologien auf. Der Zeitpunkt des Ausfalls nach einem großen Popularitätsschub und einer lautstarken Ablehnung durch die US-Regierung lässt auf möglichen externen Druck oder interne Skalierungsherausforderungen schließen.
Das schnelle Wachstum von Claude und seine nun kurze Unterbrechung unterstreichen die zunehmende Volatilität des KI-Marktes und die strategische Bedeutung dieser Plattformen, insbesondere wenn Regierungen involviert sind.
Der Dienst ist jetzt wiederhergestellt, aber der Vorfall verdeutlicht die Fragilität der KI-Infrastruktur und die wachsende Nachfrage nach zuverlässigen, skalierbaren Lösungen.


















