Google verändert die Art und Weise, wie Menschen online suchen, grundlegend und geht weg von herkömmlichen schlüsselwortbasierten Suchanfragen hin zu einem eher gesprächigen, KI-gesteuerten Erlebnis. Das Unternehmen kündigte am Dienstag an, dass es seine Funktion „KI-Übersichten“ erweitern wird, die jetzt auf dem neuesten Modell „Gemini 3“ basiert und eine integrierte Chatbot-ähnliche Schnittstelle für Folgefragen enthält.
Der Wandel zur Konversationssuche
Seit Jahren werden Nutzer in der Google-Suche darin geschult, Keywords zu optimieren – was oft zu umständlichen Formulierungen, aber effektiven Ergebnissen führt. Jetzt signalisiert Google, dass diese Strategie veraltet ist; Das Unternehmen möchte, dass Benutzer mit der Suche genauso interagieren, wie sie es mit Gemini oder anderen großen Sprachmodellen (LLMs) tun würden.
Das neue System ermöglicht längere Abfragen in natürlicherer Sprache, die mithilfe von KI analysiert und beantwortet werden. Wenn ein Benutzer eine Folgefrage stellt, wird er zum KI-Modus weitergeleitet, wo der Chatbot die Führung übernimmt und den Großteil des Suchprozesses übernimmt.
Was dies für Benutzer bedeutet
Die Änderung wird jetzt weltweit auf Mobilgeräten eingeführt und es gibt derzeit keine einfache Möglichkeit, KI-Übersichten zu deaktivieren. Google drängt die Nutzer zu einem KI-gestützten Sucherlebnis, bei dem die Suchmaschine Bedürfnisse antizipiert und maßgeschneiderte Antworten liefert.
Dieser Trend steht im Einklang mit dem umfassenderen Plan von Google, KI in alle seine Produkte zu integrieren, einschließlich Pixel-Smartphones. Das Unternehmen hat außerdem personalisierte Intelligenz eingeführt, die es Benutzern ermöglicht, ihre Google-Apps zu verbinden, um KI-gesteuerte Ergebnisse basierend auf ihren Interessen und Gewohnheiten zu erhalten. *Wenn Sie beispielsweise häufig auf Reisefotos nach Eisdielen suchen, schlägt die KI diese möglicherweise in Ihrer nächsten von der KI geplanten Reiseroute vor.
Warum sich Verlage Sorgen machen sollten
Die Umstellung auf KI-gesteuerte Suche dürfte Verlegern noch mehr schaden, die bereits einen Traffic-Rückgang verzeichnet haben, weil KI-Übersichten die organischen Suchergebnisse verdrängen. Das Hinzufügen einer KI-Chatbot-Schnittstelle bedeutet, dass herkömmliche blaue Links noch weniger sichtbar werden, da Benutzer sich mehr auf KI-generierte Antworten verlassen.
„Das Ziel ist ein flüssiges Erlebnis mit prominenten Links, die man weiter erkunden kann“, so Robby Stein, Googles Vice President of Product für die Google-Suche. Für viele Verlage bedeutet dies jedoch möglicherweise, dass sie ihre Websites weniger erkunden und sich stärker auf die von Google kuratierten Inhalte verlassen.
Dies stellt einen grundlegenden Wandel in der Suchlandschaft dar, in der KI die Suche nicht nur verbessert, sondern sie ersetzt. In der Zukunft des Online-Informationszugriffs geht es weniger um die Suche nach Websites als vielmehr um die Interaktion mit einem KI-Agenten, der direkt Antworten liefert.
