Intels Panther Lake iGPU: Ein Sprung in Richtung mobiler Grafik auf RTX-Niveau

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Intel ist bereit, mit seinen kommenden Panther-Lake-Prozessoren die Messlatte für integrierte Grafikkarten deutlich höher zu legen. Ein kürzlich durchgesickertes Geekbench-Testergebnis deutet darauf hin, dass die iGPU der nächsten Generation, die auf der Xe3-Architektur basiert, eine Leistung liefert, die mit diskreten GPUs der Nvidia RTX 3050-Serie vergleichbar ist. Dieser Durchbruch könnte die Mobile-Computing-Landschaft verändern und möglicherweise High-End-Gaming und anspruchsvolle kreative Aufgaben auf dünnen und leichten Laptops möglich machen, ohne dass dedizierte Grafikkarten erforderlich sind.

Der Kontext: Warum das wichtig ist

Intel hat lange auf diesen Meilenstein hingearbeitet. Integrierte Grafiken waren jahrelang ein nachträglicher Einfall, der nur für grundlegende Aufgaben geeignet war. Allerdings machen die steigenden Anforderungen moderner Software, insbesondere Spiele und professionelle Anwendungen, leistungsstarke iGPUs unverzichtbar. Die Chips der M-Serie von Apple haben bereits das Potenzial leistungsstarker integrierter Grafikkarten unter Beweis gestellt und Druck auf Intel und AMD ausgeübt, um zu konkurrieren. Die Panther-Lake-Chips, die auf dem fortschrittlichen 18A-2-nm-Prozess von Intel basieren, stellen eine entscheidende Antwort auf diesen Wettbewerb dar.

Geekbench Leak: Die Zahlen sprechen

Ein Geekbench 6-Ergebnis eines Samsung Galaxy Book 6 Pro-Prototyps, der mit einer Intel Core Ultra X7 358H-CPU und Arc B390-Grafik ausgestattet ist, zeigt eine beeindruckende Leistung. Die iGPU erzielte im OpenCL-Test einen Wert von 57.001 und erreichte damit fast den Wert von 58.044 eines Laptops mit einer RTX 3050 Ti. Dies ist eine wesentliche Verbesserung gegenüber der aktuellen Arc 140V-Grafikkarte (Xe2-Architektur) von Intel, die im gleichen Test 27.666 Punkte erzielte – mehr als eine Leistungssteigerung um das Zweifache.

Vorbehalte und Tests in der Praxis

Auch wenn diese Zahlen vielversprechend sind, darf man nicht vergessen, dass es sich bei Geekbench um einen synthetischen Benchmark handelt. Sein OpenCL-Test ist nicht ideal für die Messung der 3D-Gaming-Leistung, da der Vulkan-Test eine genauere Beurteilung liefert. Bis reale Gaming-Benchmarks verfügbar sind, ist es schwierig, endgültige Schlussfolgerungen zu ziehen. Wenn sich diese durchgesickerten Ergebnisse jedoch auf die tatsächliche Spieleleistung übertragen lassen, könnte Intel eine überzeugende Alternative zu herkömmlichen diskreten Grafiklösungen anbieten.

Was kommt als nächstes?

Intel plant, die Panther-Lake-Prozessoren im Januar auf der CES offiziell vorzustellen. Auf der Messe wird eine Reihe von Laptops vorgestellt, die mit den neuen Chips ausgestattet sind, was eine unabhängige Prüfung und Überprüfung dieser Behauptungen ermöglicht. Wenn Intel dieses Versprechen einlöst, könnte es den Laptop-Markt erheblich revolutionieren und den Verbrauchern leistungsstarke, effiziente und integrierte Grafiklösungen bieten.