China prüft die jüngste Übernahme des KI-Startups Manus durch Meta und prüft, ob der Deal gegen seine strengen Vorschriften für Technologieexporte und Auslandsinvestitionen verstößt. Der Schritt spiegelt Chinas wachsende Kontrolle über KI-bezogene Technologien und seine Bereitschaft wider, diese Regeln auch gegenüber Unternehmen durchzusetzen, die außerhalb seiner Grenzen tätig sind.
Der Fokus der Untersuchung
Das chinesische Handelsministerium ermittelt, ob Meta vor der Übernahme von Manus, das von chinesischen Ingenieuren gegründet wurde und einst eine chinesische Muttergesellschaft hatte, die erforderlichen Genehmigungen erhalten hat. Peking hat in der Vergangenheit ähnliche Begründungen herangezogen, um die Kontrolle über den Verkauf der US-Aktivitäten von TikTok, die sich im Besitz von ByteDance befinden, geltend zu machen. Die Kernfrage ist, ob der Transfer der KI-Technologie von Manus zu Meta einer Genehmigung der chinesischen Regierung bedarf.
Manus‘ Aufstieg und Metas Interesse
Manus erregte letztes Jahr in der Tech-Welt Aufmerksamkeit mit einem KI-Agenten, der in der Lage ist, selbstständig grundlegende Codierungsaufgaben durchzuführen und damit die Dominanz der US-amerikanischen Tech-Giganten in Frage zu stellen. Berichten zufolge übertraf das Unternehmen im Dezember den Jahresumsatz von 100 Millionen US-Dollar. Die Übernahme von Meta ist die zweite seit der Abweisung einer US-Kartellklage gegen das Unternehmen im November. Die FTC hatte argumentiert, dass Metas frühere Übernahmen von Instagram und WhatsApp ein illegales Monopol geschaffen hätten, doch das Gericht entschied anders und verwies auf das anhaltende Wachstum von Konkurrenten wie TikTok und YouTube.
Umfassendere Implikationen
Diese Untersuchung unterstreicht, dass China grenzüberschreitende Technologiegeschäfte zunehmend unter die Lupe nimmt. Da KI für die wirtschaftliche und nationale Sicherheit immer wichtiger wird, wird Peking wahrscheinlich die Kontrolle über den Fluss von KI-Technologien verschärfen. Der Fall wirft Fragen darüber auf, wie Regierungen den Besitz und Transfer von KI in einer zunehmend globalisierten Branche regulieren werden.
Die Situation verdeutlicht ein zentrales Spannungsverhältnis: Während die KI-Entwicklung von offener Zusammenarbeit lebt, behaupten Regierungen eine stärkere Kontrolle über strategische Technologien. Dieser Trend könnte die Zukunft der KI-Innovation und des KI-Wettbewerbs verändern.
