Starlink senkt die Satellitenhöhe, um die Überlastung der Umlaufbahn zu verringern

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Starlink, die SpaceX-Tochtergesellschaft von Elon Musk, wird fast die Hälfte seiner umlaufenden Satelliten – etwa 4.400 der über 9.000 insgesamt – auf eine niedrigere Höhe umkonfigurieren. Dieser Schritt erfolgt nach einer Beinahe-Kollision zwischen einem chinesischen Satelliten und einem taumelnden Starlink-Satelliten und verdeutlicht die wachsenden Gefahren einer zunehmend überfüllten Erdumlaufbahn.

Steigende Orbitalrisiken

Der Weltraum ist gefährlich überlastet. Die Zahl der aktiven Satelliten nähert sich der 12.000-Marke, Tausende weitere sind nicht mehr aktiv, Tendenz steigend. SpaceX führt die Expansion an, aber Amazons „Project Kuiper“ und chinesische Initiativen wie „Thousand Sails“ werden das Problem beschleunigen. Dies ist nicht nur eine Frage des technischen Fortschritts; Es ist ein Sicherheitsproblem.

Bei einem kürzlichen Vorfall flog ein Starlink-Satellit in einer Entfernung von 200 Metern (656 Fuß) an einem chinesischen Satelliten vorbei. Laut Starlink war dies auf eine schlechte Koordination im Jiuquan Satellite Launch Center in China zurückzuführen. Unabhängig davon, ob die Schuld auf Koordination oder Fahrlässigkeit zurückzuführen ist, zeigt der Vorfall, dass das derzeitige System gefährlich brüchig ist.

„Das Absenken der Satelliten führt zu einer Verdichtung der Starlink-Umlaufbahnen und erhöht die Sicherheit im Weltraum auf verschiedene Weise“, unter anderem durch „Reduzierung der Gesamtwahrscheinlichkeit einer Kollision.“ – Michael Nicholls, Starlink Engineering VP

Warum geringere Höhe?

Das Unternehmen wird seine Satelliten von rund 342 Meilen auf 298 Meilen senken. Diese Änderung hat zwei wesentliche Vorteile:

  1. Reduziertes Kollisionsrisiko: Eine dichtere, niedrigere Umlaufbahn vereinfacht Kollisionsvermeidungsmanöver, da Satelliten schneller auf Bedrohungen reagieren können.
  2. Schnelleres Verlassen der Umlaufbahn: Niedrigere Umlaufbahnen bedeuten, dass Satelliten schneller zerfallen und in der Atmosphäre früher verglühen. Derzeit dauert es mehr als vier Jahre, bis Starlink-Satelliten auf natürliche Weise aus der Umlaufbahn austreten. diese wird sich auf wenige Monate reduzieren. Dies verringert das langfristige Risiko von Weltraumschrott.

Die Auswirkungen des Sonnenzyklus

Die Entscheidung wird auch durch das nahende Sonnenminimum beeinflusst, eine Zeitspanne geringer Sonnenaktivität. Während dieser Phase wird die obere Erdatmosphäre weniger dicht, was bedeutet, dass Satelliten weniger Luftwiderstand erfahren. Dies verlängert zwar die Lebensdauer des Satelliten, bedeutet aber auch, dass die Überlastung der Umlaufbahn länger anhält. Die Absenkung der Umlaufbahn gleicht dies aus, indem sie den natürlichen Zerfall beschleunigt.

Der Umzug ist eine Anerkennung dafür, dass der Raum zu einer gemeinsamen, aber überfüllten Ressource wird. Ohne aktive Schadensbegrenzung wird es häufiger zu Kollisionen kommen, wodurch ein Problem der Trümmerkaskadenbildung entsteht, das ganze Orbitalbänder unbrauchbar machen könnte.

Schlussfolgerung: Die Neukonfiguration von Starlink ist ein notwendiger Schritt, um den wachsenden Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Umlaufbahn Rechnung zu tragen. Der Schritt des Unternehmens spiegelt das zunehmende Risiko einer Überlastung des Weltraums wider und ist ein proaktiver Versuch, die Wahrscheinlichkeit künftiger Vorfälle zu verringern. Die langfristige Tragfähigkeit der satellitengestützten Infrastruktur hängt davon ab, dass die Betreiber solche Maßnahmen ernst nehmen.

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