The Outer Worlds 2: Ein raffiniertes RPG-Erlebnis mit satirischem Touch

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Obsidian Entertainment liefert eine umfangreiche Fortsetzung ihres Science-Fiction-Rollenspiels The Outer Worlds 2 aus dem Jahr 2019, das auf den Grundlagen seines Vorgängers aufbaut und gleichzeitig nahezu jeden Aspekt des Gameplays verfeinert. Das im Jahr 2025 veröffentlichte Spiel gilt als eine der stärksten RPG-Veröffentlichungen des Jahres und kombiniert tiefgreifende Rollenspielmechaniken mit verbesserten Action-FPS-Elementen.

Eine Galaxie voller Intrigen und Verrat

Die Spieler schlüpfen in die Rolle eines Agenten des Erddirektorats und haben die Aufgabe, durch eine ferne Zukunft zu navigieren, in der die Erde Kolonien über die Sterne hinweg kontrolliert. Was als Routinemission beginnt, endet in einem schockierenden Verrat, der Sie dazu zwingt, den Drahtzieher hinter der Verschwörung aufzudecken. Die Erzählung spielt sich vor dem Hintergrund eines intergalaktischen Machtkampfes zwischen dem totalitären Protektorat, das mit Überlichtgeschwindigkeit reist, und Auntie’s Choice ab, einem rücksichtslosen Megakonzern, der aus der Fusion zweier bekannter Einheiten aus dem ersten Spiel entstanden ist. Die Fortsetzung behält die bissige Konsumsatire des Originals bei, auch wenn die tonale Ausgewogenheit gelegentlich ins Wanken gerät.

Charakteranpassung und entscheidungsorientiertes Gameplay

The Outer Worlds 2 legt großen Wert auf die Handlungsfähigkeit der Spieler. Die Charaktererstellung ist umfangreich und ermöglicht die individuelle Gestaltung von Aussehen, Hintergrund, Eigenschaften, Schwächen, Fertigkeiten und Vorteilen. Diese Entscheidungen sind nicht kosmetischer Natur; Sie beeinflussen direkt das Gameplay, schalten einzigartige Dialogoptionen frei und beeinflussen, wie Sie Hindernisse überwinden.

Das Spiel fördert die Spezialisierung. Die Investition in einige Schlüsselkompetenzen – Hacken, Schlösserknacken, Sprechen oder Ingenieurswesen – eröffnet mächtige Vorteile, während der Versuch, alles zu meistern, den Zugang zu wichtigen Belohnungen einschränkt. An Fertigkeitsstufen gebundene Vorteile sorgen für passive Stärkungen, die Ihren Charakteraufbau weiter anpassen. Mängel sind ein wiederkehrendes Merkmal, das jetzt noch wirkungsvoller ist und sowohl positive als auch negative Auswirkungen hat. Beispielsweise gewährt der „Fuß-im-Mund-Syndrom“-Fehler Erfahrungsschübe, erzwingt jedoch zufällige Dialogauswahlen, wenn Sie zu lange zögern.

Verbesserte Kampf- und Gefährtendynamik

Der Kampf wurde deutlich verfeinert. Gunplay fühlt sich gewichtig und taktisch an, mit einer großen Auswahl an Waffen, von schnell schießenden Pistolen bis hin zu futuristischen Energiewaffen. Das Spiel unterstützt sowohl aggressive als auch methodische Spielstile.

Gefährten kehren zurück, jeder mit seinen eigenen Hintergrundgeschichten, Loyalitätsmissionen und einzigartigen Auswirkungen auf die Erzählung. Gefährten beeinflussen Ereignisse nun direkter; Ihre Anwesenheit kann Gegner einschüchtern und die Vernachlässigung ihrer Wünsche kann zu Verlassenheit oder sogar Verrat führen. Romantische Optionen bleiben aus, der Fokus liegt stattdessen auf komplexen Beziehungen und moralischen Konsequenzen.

Das Satire-Problem

Während The Outer Worlds 2 in vielen Bereichen herausragend ist, wirkt sein satirischer Humor inkonsistent. Das Spiel pendelt zwischen ernsten, dramatischen Szenen und irritierend albernen Dialogen und untergräbt oft das Eintauchen in das Spiel. Witze landen schlecht, wenn NPCs unverschämtes Verhalten einfach abtun, und die ständige Flut von Witzen kann sich negativ auf die Welt auswirken, die auf dem Spiel steht. Die Satire, ein Markenzeichen von Obsidians Stil, dient der Erzählung nicht immer effektiv.

Ein Beinahe-Misserfolg

Trotz seiner klanglichen Fehltritte ist The Outer Worlds 2 ein fesselndes Rollenspiel. Seine üppigen Umgebungen, die filmische Präsentation und die hervorragende Sprachausgabe sorgen für ein immersives Erlebnis. Die Stärke des Spiels liegt in seiner Tiefe: Charakteraufbau, Begleiterauswahl und Erkundung tragen alle zu einem einzigartig maßgeschneiderten Spieldurchgang bei.

The Outer Worlds 2 kommt der Größe unglaublich nahe. „Obsidian“ hat einen starken Anwärter auf den Titel „Bestes Science-Fiction-Rollenspiel“ geschaffen, aber der irritierende Humor verhindert, dass es sein volles Potenzial entfalten kann. Das Studio wird seinen Ansatz vielleicht in zukünftigen Teilen verfeinern, aber diese Fortsetzung bleibt für Fans des Genres ein lohnendes Erlebnis.

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