Alexa-Podcasts sind Müll

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Leser, ich hasse das.

Es ist ein Podcast. Irgendwie.
Es verfügt über zwei KI-Stimmen, die miteinander über das von Ihnen ausgewählte Thema sprechen. Vielleicht das Spiel gestern Abend. Vielleicht Geschichte.
Amazon hat am Dienstag Alexa Podcasts angekündigt. Es ist Teil von Alexa+, dem neu gestarteten virtuellen Assistenten des Unternehmens. Der Pitch ist einfach: KI-generiertes Audio zu jedem Thema. Keine Dokumente erforderlich. Keine Vorbereitung. Keine Menschen.
Im Wesentlichen ersetzten sie das Produktionsteam durch einen Algorithmus.

„Keine Dokumente oder Vorbereitungsarbeiten erforderlich.“

Dieses Zitat bringt den Horror auf den Punkt.
Das ist Podslop.
Durch KI erzeugter Schlamm überschwemmt bereits die Futtermittel. Der Podcast-Index analysierte aktuelle Uploads. Sie fanden heraus, dass 39 Prozent wahrscheinlich mithilfe von KI hergestellt wurden. Unternehmen wie Inception Point AI produzieren es am laufenden Band.
Amazon hat gerade beschlossen, sich dem Haufen anzuschließen.

Prime-Mitglieder können Alexa nach Neuigkeiten fragen. Oder Sportergebnisse. Oder Filmkonsens. Sie passen die Länge im Gespräch an. Sie wählen auch die Persönlichkeit. Knapp. Süß. Kühlen. Frech.
Der Stil wechselt von „prägnant“ zu „warm und gesprächig“.
Alexa generiert dann eine kurze Episode. Zwei digitale Moderatoren reden miteinander. Es wird an Ihr Echo oder Ihre Telefon-App gesendet.

Woher kommen die Informationen?
Amazon behauptet, über 200 Verlage seien Quellen. Lokale Zeitungen. Associated Press. Reuters. Washington Post. ZEIT. Forbes.
Cool cool cool.
Ich möchte mein Gerät ins Meer werfen.

Haben Sie sich die Beispiele angehört? Sie sind auf SoundCloud. Natürlich gibt es sie auf SoundCloud!
Warum auf Greg Jenner hören? Oder Marc Fennell?
Diese Leute haben die Recherche durchgeführt. Sie fanden die seltsamen Details über das antike Rom. KI erbricht nur generische Fakten.
Wer braucht bahnbrechenden investigativen Journalismus?
Sie wollen die faule Route. Bußgeld.
Warum von Musikhistorikern wie Cole Cuchina lernen? KI sagt Ihnen, ob ein Album „gut“ ist.
Warum sollte man echten Athleten zuhören, wie sie ein Spiel analysieren? Auch das kann KI simulieren.

Ich höre Gastgebern zu.
Ihre Persönlichkeit ist wichtig. Die Chemie lässt sich nicht kodieren.
Alexa hat eine „Sassy“-Einstellung. Das ist nicht dasselbe wie Ira Glass zu hören. Oder Trixie und Katya. Hrishikesh Hirway. Kid Fury. Kara Swisher. Taylor Lorenz.
Es gibt unzählige Menschen, die diese Arbeit erledigen. Von BBC-Teams bis hin zu meinen Kollegen.
Sie stecken Energie hinein. Kreativität. Leben.

Spotify und Libby spüren bereits das Kriechen. KI-Musik. KI-Hörbücher.
Jetzt sind Podcasts nur noch zwei Chatbots, die miteinander streiten.
Amazon schlägt vor, dass Sie „aus Tischgesprächen Lernen machen“.
Sich um den Redner versammeln? Für einen Vortrag über Apollo 11 von einem Roboter?

Ich bin hier raus. 📢