

Es fühlt sich jetzt uralt an. Wir schließen USB-C, Thunderbolt oder WLAN an und die Idee, Daten über dicke Kabelbündel zu senden, fühlt sich wie ein Relikt an. Aber parallele Anschlüsse waren das Rückgrat der frühen PC-Peripheriegeräte. Sie waren nicht nur ein skurriles IBM-Experiment. Sie waren eine praktische Lösung für einen spezifischen Hardware-Engpass in den frühen 1980er Jahren.
IBM hat den Parallelport nicht von Grund auf entwickelt. Sie brauchten eine Möglichkeit, mit Druckern zu kommunizieren. Der Marktführer Centronics verfügte bereits über eine dominante Schnittstelle. IBM weigerte sich, es direkt zu kopieren. Stattdessen haben sie eine Brücke geschaffen. Ein 25-poliger DB-25-Anschluss auf der Computerseite. Ein 36-poliger Centronics-Anschluss auf der Druckerseite. Ein maßgeschneidertes Kabel verband sie.
Dieses Hybrid-Setup wurde zum De-facto-Standard. Andere Hersteller haben es übernommen. Plötzlich hatte jeder PC einen parallelen Anschluss. Es war nicht nur für Drucker. Es wurde ein generischer Ausgabekanal.
Das Kernkonzept liegt im Namen. Parallel. Daten werden in Bytes verschoben. Acht Bits auf einmal. Vergleichen Sie das mit seriellen Schnittstellen, die Bits einzeln senden. Seriell ist langsamer. Parallel ist schneller. Oder zumindest war es so. Der Standard-Parallelport drückte 150 Kilobyte pro Sekunde. Für 1981 war das akzeptabel.
Pinbelegung und Logik verstehen
Wenn man sich das Innere eines DB-25-Steckers ansieht, ist das kein Zufall. Jeder Pin hat eine Aufgabe. Es ist ein einfaches Spannungsspiel. Hochspannung bedeutet „1“. Niederspannung bedeutet „0“.
So funktioniert der Handshake, wenn ein Computer mit einem Drucker kommuniziert.
Der Datenpfad
Die Pins 2 bis 9 sind die Autobahn. Sie tragen die tatsächlichen Daten. Der Computer sendet 5 Volt, um eine „1“ darzustellen. Keine Spannung bedeutet „0“. Es ist grob. Es handelt sich um analoge Hardware, die die digitale Logik verwaltet. Aber es funktioniert in Echtzeit.
Der Blitz und die Bestätigung
Der Drucker hört nicht nur zu. Es signalisiert zurück.
Pin 1 ist das Stroboskop. Der Computer hält 2,8 bis 5 Volt. Wenn es zum Senden eines Bytes bereit ist, fällt die Spannung unter 0,5 Volt. Dieser Rückgang ist das „Los“-Signal.
Der Drucker empfängt die Daten. Es verwendet Pin 10 für das Bestätigungssignal. Es sendet eine Ladung an den Computer und fällt dann unter 0,5 Volt. Dies sagt dem PC: „Ich habe es verstanden.“
Status und Fehler
Die Verbindung ist nicht einseitig. Der Drucker bietet ständige Statusaktualisierungen.
* Beschäftigt: Pin 11. Der Drucker lädt diesen Pin, wenn er funktioniert. Die Spannung sinkt, wenn mehr Daten aufgenommen werden können.
* Kein Papier: Pin 12. Eine Ladung bedeutet hier, dass das Fach leer ist.
* Online: Pin 13. Solange der Computer eine Ladung erkennt, ist der Drucker bereit.
* Auto Feed: Pin 14. Der Computer verwendet eine 5-Volt-Ladung, um den automatischen Papiereinzug auszulösen.
* Fehler: Pin 15. Wenn etwas schief geht, fällt die Spannung des Druckers an diesem Pin unter 0,5 Volt. Es ist ein hartes Stoppsignal.
* Initialisieren: Pin 16. Wenn ein neuer Auftrag beginnt, entlädt der Computer hier die Ladung, um den Druckerstatus zurückzusetzen.
* Offline-Steuerung: Pin 17. Der Computer kann den Drucker offline zwingen, indem er eine Ladung sendet und hält.
* Massen: Pins 18 bis 25. Dies sind Referenzpunkte. Sie vervollständigen den Stromkreis für die Niederspannungssignale.
Warum es heute wichtig ist
Auf neuen Maschinen werden Sie diese Ports nicht finden. Sie sind verschwunden. Aber wenn man sie versteht, erklärt sich, warum moderne Verbindungen so unterschiedlich sind.
Parallele Kommunikation stößt an Grenzen. Mit zunehmender Geschwindigkeit kommen die 8 Bits nicht gleichzeitig an. Schräg. Timing-Fehler. Das Limit von 150 KB/s war nicht nur eine Wahl. Es war eine körperliche Einschränkung.
USB hat dieses Problem gelöst. Es wurde auf seriell umgestellt. Ein Stream. Weniger Kabelsalat. Keine 36-poligen Brick-Anschlüsse.
Der Parallelport war eine Brücke zwischen dem mechanischen Zeitalter und dem digitalen Zeitalter. Es ermöglichte es Personalcomputern, physische Ergebnisse zu erzeugen. Es war nicht elegant. Das Kabel war dick. Der Stecker war umständlich. Aber es hat funktioniert.
Wir sind weitergezogen. Die Technologie ist veraltet. Die Logik bleibt bestehen. Spannung hoch bedeutet „Ja“. Spannung niedrig bedeutet „nein“. Das Medium verändert sich. Die binäre Wahrheit bleibt dieselbe.




















